Dichtheitsprüfung von Hausanschlußeinbindungen
Vielfach werden in der Praxis Hausanschlußeinbindungen nicht mit der gleichen Konsequenz auf Dichtheit untersucht wie Rohrverbindungen, obwohl das Leckagepotential im Anschlußbereich mindestens ebenso hoch ist. Desgleichen fehlen oft schlüssige Aussagen zur Dichtheit von sanierten Hausanschlüssen.
Das Prüfsystem DIRA (Rausch) macht mit solchen Erkenntnisdefiziten konsequent Schluß. DIRA besteht aus zwei flexibel miteinander verbundenen pneumatischen Dichtkissen und einer zwischen ihnen in den Anschluß einfahrbaren Satellitenblase. Sind alle drei Dichtkörper mit Preßluft beaufschlagt, bilden sie zusammen einen Prüfraum im Bereich des Anschlußstutzens, der in Anlehnung an die Werte der EN 1610 mit Luftdruck beprüft werden kann. Der gesamte Prüfvorgang ist auch hier durch SPS-Steuerung vollständig automatisiert, wird EDV-technisch aufgezeichnet und in einem Prüfverlaufsprotokoll dokumentiert.
- Dichtheitsprüfsystem mit Prüfpacker Vario-Kampac zur Prüfung von Rohrabschnitten und Rohrabzweigern bzw. Hausanschlusseinbindungen von DN 200- DN 600
- Variabler Prüfraum durch teleskopierbare Stange
- Kreis- und Schwenkkopfkamera mit Dichtblase zur Positionierung des Packers und der Dichtblase sowie zur Überwachung und Dokumentation
Detaillierte Verfahrensbeschreibung:
Beim Vario-Kampac handelt es sich um eine Anordnung von zwei Prüfpackern, die durch eine teleskopierbare Schiebestange miteinander verbunden sind, um so den Prüfraum bis zu einer Länge von 5m variieren zu können. Zwischen den Prüfpackern ist an einem der Packer eine Kreis- und Schwenkkopfkamera installiert.Ähnlich wie beim Satellitensystem ist auf der Hauptkamera eine spezielle Vorrichtung zur Aufnahme einer gefederten bzw. flexiblen Halterung montiert.An dieser Halterung wird die Dichtblase adaptiert, die wiederum über die Kreis- und Schwenkbewegung der Kamera im Hausanschluss positioniert wird. In Kombination mit den Modulen der M-Serie kann die Dichtblase nun bis zu 5 Meter in die Hausanschlussleitung eingefahren werden.Durch die Kamera wird der gesamte Vorgang beobachtet. Ist die Prüfeinheit positioniert, werden die Dichtkissen im Hauptkanal und die Dichtblase im Abzweiger mit Druckluft befüllt.Nun kann der eigentliche Prüfvorgang zur Dichtheitsprüfung der Hausanschlusseinbindung durch Zugabe des Prüfdrucks beginnen.Das Prinzip ist das gleiche wie bei der Muffenprüfung und wird auch über das entsprechende Software-Modul im Pipe Commander protokolliert.
Die Steuereinheit kann mit dem Packersystem Vario-Kampac auch zur Dichtheitsprüfung von Muffen, Abschnitten und Hausanschlusseinbindungen mit Wasser eingesetzt werden.
Mit DIRA lassen sich im übrigen auch partielle Gewebeauskleidungen wie der K-Liner von bis zu 7 m Länge nach abgeschlossener Sanierung auf Dichtheit prüfen.




